"[II.134. - Weiße Rübe] - Brassica rapa (Cruciferae) - Weisse Rübe
[Die kultivierte weiße Rübe; Einige nennen sie Gongylis, Andere Golgosion, die Römer Rapa.] Die gekochte Wurzel der weißen Rübe ist nahrhaft, erzeugt Blähungen, bildet schwammiges Fleisch und reizt zum Liebesgenuss. Die Abkochung derselben dient als Bähung, bei Podagra und bei Frostbeulen, auch sie selbst, fein gestoßen, hilft als Umschlag. Wenn man die Wurzel aushöhlt und darin Rosenwachssalbe in heißer Asche schmilzt, so hilft es gegen geschwürige Frostbeulen. Werden die Sprossen derselben gekocht und gegessen, so wirken sie harntreibend. Die Samen eignen sich als Zusatz zu Gegengiften und zu schmerzlindernden Mitteln gegen den Biss giftiger Tiere. Ihr Genuss hilft auch gegen tödliche Gifte; auch sie reizen zum Liebesgenuss. Mit Salz eingemacht verliert sie als Speise an Nährwert; den Appetit regt sie wieder an."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[II.136. - Feldkohl] - Brassica campestris var. napobrassica (Cruciferae) - Feldkohl
Der Feldkohl und seine Wurzel gekocht erzeugen Winde, sind aber weniger nahrhaft. Sein Same, vorher genommen, macht die tödlichen Gifte unwirksam. Er wird auch den Gegengiften zugemischt. Auch die Wurzel von diesem wird mit Salz eingemacht."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)