Verwendet werden die zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teile, bestehend aus Blättern, Stängeln und Blüten (Violae herba cum flore).

Traditionelle Anwendung:
Das Kraut wird volkstümlich äußerlich bei leichten seborrhoischen Hauterkrankungen, bei nassen und trockenen Exanthemen sowie Milchschorf der Kinder eingesetzt. Innerlich früher bei Katarrhen der Atemwege, Halsentzündungen und fiebrigen Erkältungen. In ähnlicher Weise wurde früher auch die Blütendroge (Flores Violae tricoloris) angewendet.

Homöopathie:
Viola tricolor HAB 1; Stiefmütterchen, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Haut, der Nieren und ableitenden Harnwege.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): bei Hautproblemen wie Exzeme, Seborrhoe, Impetigo, Akne, Milchschorf und zur Behandlung der Windeldermatitis bei Kindern (innerlich und äußerlich).
ESCOP
Wissenschaftlich belegte Indikationen: Innerlich: als leichtes Abführmittel, bei Katarrhen der oberen Luftwege.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
3 g Stiefmütterchenkraut mit Blüten mit 150 mL kochendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen.
1 bis 3 mal täglich eine Tasse Stiefmütterchentee trinken; Tagesdosis 9 g Droge.