Verwendet wird das zur Blütezeit geerntete, getrocknete Kraut (Meliloti herba).
Traditionelle Anwendung:
Steinklee-Extrakte sind Bestandteil von Phytopharmaka, die als Venenmittel, zur unterstützenden Behandlung der Thrombophlebitis, des postthrombotischen Syndroms, von Hämorrhoiden und Lymphstauungen eingesetzt werden. Auch M. alba Medik. und M. altissima Thuill. besitzen das gleiche Spektrum an Wirkstoffen wie M. officinalis und dienen als Ausgangsmaterial für die Droge.
Homöopathie:
1. Melilotus officinalis HAB 1; Steinklee, die frischen, zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile ohne verholzte Stengel.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems (Kopfschmerzen), des venösen Gefäßsystems (Krampfadern) sowie bei Gerinnungsstörungen.
2. Melilotus officinalis spag. Zimpel HAB 1; die frischen, zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile ohne verholzte Stengel.
Anwendungsgebiet: in der spagyrischen Therapierichtung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy):innerlich gegen Beschwerden bei chronisch venöser Insuffizienz (CVI) wie Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Schwellungen.
Wissenschaftlich belegte Indikationen: Adjuvant bei Thrombophlebitis, Hämorrhoiden und Lymphstauungen.
Unerwünschte Wirkungen: Selten Kopfschmerzen.