Wegerichgewächse, Plantaginaceae, mit 3 Gattungen und etwa 250, fast ausschließlich der Gattung Wegerich (Plantago) angehörenden Arten. Kräuter, Stauden oder (Halb-)Sträucher mit ungeteilten bis fiederspaltigen, häufig in einer grundständigen Rosette angeordneten Blättern und unscheinbaren, meist in einer kugeligen bis langgestreckten Ähre stehenden Blüten. Letztere überwiegend weißlich oder bräunlich gefärbt, radiär und in der Regel staminokarpellat, mit 4 im allgemeinen weit aus der häutigen, 4zipfligen Kronröhre herausragenden Staubblättern und einem oberständigen, aus 2 Fruchtblättern bestehenden (2fächerigen) Fruchtknoten. Die Frucht ist eine Deckelkapsel.
Besonderheiten der Wegerichgewächse sind: die weit verbreitete Wind-Bestäubung (Anemogamie) der Blüten, die Speicherung von einfachen, aber seltenen Zuckern, wie etwa Stachyose oder Planteose anstelle von hochmolekularen Verbindungen (wie z.B. Stärke), und das häufige Auftreten von sog. Rhachisblättern. Dies sind durch eine parallele Nervatur der Blattspreite gekennzeichnete Blätter, die dadurch entstehen, daß sich der Bereich des Mittelnervs durch starkes Breitenwachstum ausdehnt, während Randbereiche zurückgebildet werden.
Häufigste mitteleuropäische Arten sind: der Große Wegerich, Plantago major (in Tretrasen, auf Wegen und Plätzen), mit breit-eiförmigen Blättern; der Mittlere Wegerich, Plantago media (in Halbtrockenrasen, mageren Fettwiesen und -weiden), mit eiförmigen Blättern; der Spitz-Wegerich, Plantago lanceolata (in Fettwiesen und -weiden, an Wegen), mit lanzettlichen, lang zugespitzten Blättern.
Die letztgenannte Art enthält in allen Organen Schleimstoffe und wird in der Volksmedizin als Heilmittel gegen Erkrankungen der Atemwege (Bronchitis, Asthma und andere Beschwerden) sowie gegen Diarrhoe eingesetzt.