Synonyme: Arnoglossum lanceolatum, Plantago flexuosa, P. lanceofolia, P. longistipes, P. sylvatica;
Heilwegerich, Wundwegerich
Historisches: Der Gattungsname Plantago ist aus dem lateinischen planta (Fußsohle) entstanden, Bezug nehmend auf die entfernte Ähnlichkeit der Blätter von Plantago major mit dem Abdruck einer Fußsohle. Die Art lanceolata (Lanze, Spieß) bezieht sich auf die Form dieser Blätter. Die deutsche Bezeichnung Wegerich, althochdeutsch wegarih, ist sehr alt. Verbunden mit dem althochdeutschen rih (König) kann sie als Wegbeherrscher oder "um und auf dem Wege lagernd" angesehen werden. Wegericharten standen sowohl bei den Ärzten des klassischen Altertums als auch im Mittelalter in hohem Ansehen und wurden als Drogen sehr vielfältig eingesetzt.
Drogen: 1. Plantaginis lanceolatae folium (syn. Folium Plantaginis, Plantaginis folium); Spitzwegerichblätter, die getrockneten Laubblätter.
Inhaltsstoffe: s. Plantaginis lanceolatae herba.
2. Plantaginis lanceolatae herba (syn. Herba Plantaginis angustifoliae, Herba Plantaginis lanceolatae); Spitzwegerichkraut (syn. Plantago-lanceolata-Kraut), das getrocknete Kraut.
Inhaltstoffe: Iridoidglykoside (1,9-2,4 %), besonders Aucubin und Catalpol vgl. Formel, Schleimpolysaccharide (ca. 2 %), überwiegend aus Rhamnogalacturonan mit Arabinogalactan-Seitenkette bestehend, ferner Flavonoide, Kaffeesäureglykoside, Hydroxyzimtsäuren mit Chlorogensäure und Neochlorogensäure sowie Gerbstoffe (ca. 6,5 %) und Kieselsäure.