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"[IV.136. - Spitzklee] - Xanthium strumarium (Compositae) - Spitzklee
Das Xanthion Einige nennen es Phasganon. Andere Antithesion, Chaskanon, Choiradolethron, noch Andere auch dieses Aparine [die Römer Lappal] -wächst an sonnigen Plätzen und in ausgetrockneten Sümpfen. Es hat einen ellenhohen fetten, kantigen Stengel mit vielen Achseln. Die Blätter, der Gartenmelde ähnlich, haben Einschnitte und riechen wie Kresse. Die Frucht ist rund wie eine grosse Olive, stachelig wie die Früchte der Platane, so dass sie bei der Berührung an den Kleidern haftet. Die Frucht wird, bevor sie vollständig trocken ist, gesammelt, zerstossen und in einem irdenen Topfe aufbewahrt, und hat die Kraft, die Haare gelb zu färben, wenn man beim Gebrauche die Menge von 1 Tryblion davon nimmt, in warmes Wasser gibt und den Kopf, nachdem man ihn mit Laugensalz gereinigt hat, beschmiert. Einige zerstossen sie mit Wein und bewahren sie so auf. Die Frucht wird aber auch mit Nutzen bei Oedemen als Kataplasma angewandt."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)