"Sesquiterpene: Echinacea purpurea-Wurzel: Diese aus den USA importierte Droge wird seit Jahren durch die Wurzel von Parthenium integrifolium verfälscht. Partheniumwurzel enthält zum Unterschied von der Echinaceawurzel etwa 1% Zimtsäureester von Sesquiterpenalkoholen des Germacran-, Guajan- und Xanthantyps. Die sog. Sesquiterpenester sind somit nützlich als analytische Leitstoffe zur Prüfung von Echinacea purpurea-Wurzeln und den daraus hergestellten Arzneimitteln auf Identität und Reinheit."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)
"Echinacea: Unter dieser Bezeichnung sind mehrere Drogen im Handel. Es werden unterschiedliche Stammpflanzen (Echinacea purpurea, E. angustifolia) sowie unterschiedliche Pflanzenteile - meist das Kraut, seltener die Wurzel - verwendet.
Die Prärie-Indianer Nordamerikas pflegten die Pflanze zwischen Steinen zu zerquetschen und den Pflanzenbrei zum Verbinden von Wunden zu verwenden. In Ländern mit strenger Arzneimittelgesetzgebung sind Echinaceapräparate heute weitgehend außer Gebrauch.
Die Wurzeldroge hat einen aromatischen Geruch, der Geschmack ist zunächst süß, später bitter und brennend. Sie dient zur Herstellung eines Infuses oder Dekoktes zur äußerlichen Anwendung. Der Pressaft aus der frischen Herbadroge dient zur Herstellung von Injektionslösungen und - durch Alkoholzusatz haltbar gemacht - von Liquidumpräparaten. Fluidextrakte und Tinkturen (mit 45%igem Alkohol) werden bevorzugt aus der Wurzeldroge zubereitet. Perkolate und Trockenextrakte dienen zur Herstellung von Kombinatiosnpräparaten (Salben, Tabletten, Dragees, Suppositorien).
Anwendung: Intravenös oder intramuskulär zur Aktivierung der unspezifischen Abwehr in Prodromal- oder Initialstadien von Infektionskrankheiten. Per-os-Präparate: Als begleitende Therapie bei Karbunkeln, Abszessen, Furunkulose, Nasen-Rachen-Katarrh und Tonsillitis. Die Wirksamkeit beim gewöhnlichen viralen Infekt ist umstritten. Äußerlich: Als Umschlag bei Verätzungen, Erfrierungen, leichten Brandwunden, als Salbe bei entzündlichen Hauterkrankungen (trockenem Ekzem). Sonnenbrand, gegen Herpes simplex."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)