"Stinkende Christwurz, wilde Christwurz, stinkende Nieswurz, Läusekraut, Bärenfuß.
Wächst in Frankreich, in der Schweiz und in Deutschland, z.B. in der Pfalz, im Nassauischen, bey Tübingen, Fulda und Frankfurt an der Oder, auf Bergen und Hügeln, an freyen und an schattigen Orten.
Blühet im April und May.
Man gebrauchte sonst von diesem Gewächse sowohl die Wurzel als auch das Kraut (Radix et Herba Hellebori foetidi (Helleborastri)) als ein wurmtreibendes Mittel.
Die Wurzel - so wie das ganze Gewächs - hat frisch einen unangenehmen, stinkenden Geruch, und besitzt einen sehr scharfen, bittern Geschmack. Im frischen Zustande ist sie äußerlich braun, getrocknet aber schwarz.
Der Helleborus foetidus gehört mit zu den scharfen und betäubenden Pflanzengiften, weßhalb er nur mit großer Vorsicht als Heilmittel angewendet werden kann."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Erster Band. 1805.)