"Sibirisches Fichtennadelöl: Man gewinnt es durch Wasserdampfdestillation aus den nadeltragenden Zweigen der Sibirischen Edeltanne, Abies sibirica. Das Öl zeichnet sich durch einen hohen Estergehalt von 32-44%, berechnet als Bornylacetat, aus.
Fichtennadelöle sind zunächst einmal wichtig für die kosmetische Industrie als Riechstoffe für Seifen, Badeessenzen und Raumluftverbesserer. In pharmazeutischen Kombinationspräparaten als Inhalationslösung, für Einreibungen in Salbenform, in alkoholischer Lösung als "Fichtennadelfranzbranntwein" und als "Balsam", d.i. eine Mischung ätherischer Öle mit geringen Zusätzen von meist Perubalsam."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)