Senf m, Sinapis, Gattung der Kreuzblütler mit ca. 10 im Mittelmeergebiet heimischen Arten. Einjährige, meist ästige, steif behaarte Kräuter mit ungeteilten oder leierförmig-fiederspaltigen bis fiederteiligen Blättern und traubig angeordneten, gelben oder blaßvioletten Blüten mit abstehenden Kelchblättern. Die Frucht ist eine 2klappig aufspringende, geschnäbelte Schote mit kugeligen Samen.
Am bekanntesten sind die gelbblühenden, als Ackerunkräuter heute weit verbreiteten Arten Acker-Senf (Sinapis arvensis) und Weißer Senf (Sinapis alba). Letzterer wurde bereits im Altertum wegen seiner gelben, 2–3 mm breiten Samen („Senfkörner“) angebaut. Diese enthalten neben ca. 30% fettem Öl auch Sinalbin (Senfölglykoside, Senföle), von dem beim Zermahlen oder Kauen der Körner sehr scharf schmeckendes p-Hydroxybenzylsenföl abgespalten wird.
Gemahlen und mit Essig und Gewürzen vermischt, werden Senfkörner wie auch die Samen von Brassica juncea und Brassica nigra (Kohl) sowie Eruca sativa (Raukenkohl) zur Herstellung von Speisesenf (Mostrich) verwendet. Ganze Körner dienen zum Würzen von Würsten, Marinaden sowie eingelegten Gurken („Senfgurken“). Aus den Samen des – auch als Futterpflanze genutzten – Weißen Senfs gepreßtes Öl wird als Speise-, Schmier- und Brennöl verwendet oder zur Herstellung von Seife eingesetzt.