"Quamvis in nostris Apium vilesceret hortis,
Et solito id multi prodesse sapore notarent,
Plura tamen propriis medicamina viribus acri
Exhibet auxilio , cuius si trita capessas
Semina, torquentes urinae frangere tricas
Dicitur , ipsum etiam tenero cum gramine mansum
Concoquit errantes stomachi penetralibus escas.
Corporis hunc regem turbans si nausea vexet,
Mox Apium lympha tristique bibatur aceto,
Passio tum celeri cedet devicta medelae."
(Walahfried Strabo: Liber de Cultura Hortorum von 827)
"Zwar ist in unseren Gärten die Sellerie billig geworden,
Und es meinten wohl viele, sie tauge höchstens zur Speise.
Dennoch bietet aus eigener Kraft sie zahlreiche Mittel
Wirksamer Hilfe. Denn wenn ihre Samen zerrieben du einnimmst,
Soll, wie man sagt, dies die quälenden Leiden der Blase beheben.
Ißt man jedoch sie selbst mit dem zarten Trieb, so verdaut sie
Reste von Speisen, die noch im Innern des Magens rumoren.
Wenn den Tyrannen des Körpers würgender Brechreiz belästigt,
Trinke man Sellerie gleich mit herbem Essig und Wasser,
Dann wird, vom sicheren Mittel besiegt, die Übelkeit weichen."
(Walahfried Strabo: Liber de Cultura Hortorum von 827)