"Selleri-Eppig, Selleri, wilder Sellerie, Sumpfeppig, Wassereppig, Wassermark, Wassermorellen, Wasserpeterlein, Appig, Epf, Epfen, Hepfen, Hüpfen, Garten Sellerie,
süßer Eppig.
Wächst in ganz Deutschland, so wie in den übrigen europaeischen Ländern, an feuchten
Orten, vorzüglich am Meerstrande und an Salzquellen.
Blühet im Julius.
Das Apium graveolens palustre , gab ehedem zum Arzneyvorrath Wurzeln, Kraut und
Früchte, und zwar letzere unter dem Nahmen des Samens, Radices, Herba et Semen Apii.
Jedoch haben die ältern Schriftsteller diese wilde Pflanze nicht genau genug von der, die in
Gärten gebauet wird, nämlich dem Apium graveolens dulce unterschieden, so dass auch
diese, wie es scheint, mit angewendet worden ist.
Die Wurzel der wilden Pflanze besitzt einen unangenehmen Geruch und etwas scharfen,
bitterlichen Geschmack. Sie ist schweiß- und harntreibend, hat sich aber als ein unsicheres,
nachtheilig wirkendes Mittel gezeigt, und ist daher in Vergessenheit gekommen. Die Wurzel
der in Garten gezognen pflanze ist von nicht unangenehmen Geruch und süßlich von Geschmack.
Die besitzt auch keine schädliche Eigenschaften, und wird daher als Küchengewächs
zur Speise gebraucht.
Die Wurzeln von Apium graveolens kamen in ältern Zeiten mit zu den fünf eröffnenden
größern Wurzeln, Radices quinque aperientes majores; und die sogenannten Samen
wurden mit zu den vier kleinern erwärmenden Samen, Semina quatuor calida minora
, genommen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)