"Auch der Eppich Apium graveolens L., eine all bekannte
Pflanze unserer Küchengärten, diente, wie Plutarch berichtet,
zum Bekränzen der Verstorbenen ; die Monumente
tapfrer Krieger pflegte man damit zu zieren, auch gehörte
diese Pflanze so den Speisen, die man bei Trauer-Mahlzeiten
gewöhnlich vorsetzte.
Bei den isthmischen Spielen erhielt der Sieger einen
Kranz von trockenem , und bei den nemäischen von frischem
Eppich. Auch Herkules kommt bisweilen mit Eppich
auf dem Scheitel dargestellt vor.
Aus des Cadmilus Blut soll der Eppich entstanden
seyn ; darum war den Priestern verboten , diese Pflanze
mit der Wurzel zu essen. Der wahre Grund, wie Creuzer
sagt , lag in der Beachtung ihres
Einflusses auf die Menstruation der Frauen (?).
Juno, die Herrscherin im Olymp, fütterte ihre Pferde
mit Eppich; auch jenen, die bei den nemäischen Spielen
dienten, gab man diese Pflanze; eben so lässt Homer den
Pferden seiner Krieger Apium vorwerfen ; es soll ferner
der Celleri ein Heilmittel bei gewissen Pferde-Krankheiten
seyn, wie schon Achilles, der Schüler des Chiron, wusste.
Uebrigens diente diese allbekannte Pflanze bisweilen auch
zum Bekränzen bei feierlichen Mahlzeiten, wozu sie heut
zu Tage Niemand mehr wählen wird."
(J.H.Dierbach: Flora Mythologica, 1833)