"Quillajasaponine: Ausgangsmaterial zur Herstellung ist die Quillaja- oder Panamarinde, die 9-10% SAponine enthält. Die Quillajarinde besteht aus der von Kork und Außenrinde befreiten Rinde von Stämmen und Ästen der Quillaja saponaria, das sind immergrüne, stattliche in Chile, Peru und Bolivien heimische Bäume.
Die Quillajasaponine stellen ein weißes, stark zum Niesen reizendes Pulver von anfangs süßem, dann bitterem Geschmack dar. Sie bilden mit Wasser noch in großer Verdünnung sehr stabile Schäume.
Quillajasaponin verstärkt, Impfstoffen in geringen Mengen zugesetzt, deren Immunogenität: es hat Immunadjuvanseigenschaften. IN der Pharmazie verwendet man das Saponin als Suspensionsstabilisator, z.B. in der Steinkohlenteer-Lösung (syn. Picis lithanthracis liquor, Tinctura oder Liquor carbonis detergens). In der kosmetischen Industrie als Zusatz zu Haarwässern und Schampoos, um das Nachfetten der Haare zu verzögern.
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)