"Acker-Nigelle, Ackerschwarzkümmel, gehörnter Schwarzkümmel, wilder Schwarzkümmel,
Ledichtblume.
Wächst in mehreren Gegenden Deutschlands, so wie auch in Italien uud Frankreich, auf
Ackern unter den Saaten.
Blühet im Julius und August.
Auch die Samen der Nigella arvensis haben in Rücksicht des Geruches und des Geschmackes
Ähnlichkeit mit denen der Nigella sativa , jedoch besitzen sie die erstere Eigenschaft nicht in so
starkem Grade. Der Farbe nach sind sie auch nicht verschieden, aber durch ihre Gestalt, die
halbeyförmig und stets nur dreyseitig, nicht aber mehr oder weniger vollkommen eyförmig und
theils drey- theils vierseitig ist, wird man sie bestimmt von denen der Nigella sativa unterscheiden
können."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Sechster Band. 1855.)
"Garten-Nigelle, Braut in Haaren, Jungfer im Grase, Jüngferchen im Grünen, Gretchen
im Busche, Schwarzkümmel, Schabab.
Wächst in einigen Gegenden Deutschlands, vorzüglich aber im südlichen Europa, unter den
Saaten.
Blühet im Junius und Julius.
Die Nigella damascena ist eine sehr bekannte Zierpflanze, welche in den meisten Gärten
vorkommt, ja an manchen Orten auch wohl statt der Nigella sativa gebaüet wird. Der Same
dieser Art hat seiner Gestalt und Farbe nach die größte Ähnlichkeit mit dem der Nigella sativa,
auch ist er diesem in Rücksicht des Geruches und Geschmackes sehr ähnlich, so, daß er wohl,
wie einige wollen, von gleichen Kräften mit ihm seyn kann."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Sechster Band. 1855.)
"Gemeine Nigelle, Schwarzkümmel, böhmischer Schwarzkümmel, römischer Schwarzkümmel,
römischer Coriander, Nardensame, St. Catharinenblumen, zahmer Schabab.
Wächst in Deutschland hin und wieder unter den Saaten, stammt aber aus Ägypten her.
Blühet im Junius und Julius.
Von der Nigella sativa soll eigentlich der in den Apotheken gebräuchliche Same, Semen
Nigellae s. Melanthii gesammelt werden; oft aber mögen auch wohl die Samen der Nigella damascena
und arvensis dafür dienen müssen. Doch diese sind dem Geruche und Geschmacke
nach von jenen eben nicht sehr verschieden, außer dass sie sich in Rücksicht dieser Eigenschaften
etwas schwächer zeigen, und da sie von Arten einer und derselben Gattung kommen, welche so
viel Übereinstimmendes in ihrem Baue haben, so lässt sich erwarten, dass auch nicht viel Verschiedenheit
in Rücksicht ihrer therapeutischen Wirkung unter ihnen Statt finden mag.
Die Samen der Nigella sativa besitzen einen etwas unangenehmen gewürzhaften Geruch
und einen ähnlichen, etwas scharfen Geschmack. Sie gehören zu den ätherisch-öhligen Mitteln,
enthalten aber außer dem ätherischen Ohle auch ein fettes Öhl. Sie sind excitirend, werden aber
von den Ärzten nicht mehr gebraucht, sondern allenfalls noch als Hausmittel, bey Säugenden die
Milch zu vermehren."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Sechster Band. 1855.)