"[III.83. - Schwarzkümmel] - Nigella sativa (Ranunculaceae) - Schwarzkümmel
Das Melanthion [Einige nennen es auch schwarzen wilden Mohn, die Römer schwarzen Mohn] ist ein kleiner Strauch mit zarten Zweigen, zwei Spannen hoch und höher, hat kleine Blätter wie das Berufkraut, aber viel zarter, und an der Spitze ein zierliches, längliches Köpfchen wie beim Mohn, welches innen Scheidewände besitzt, in denen der schwarze, feste, wohlriechende Same sich befindet, der ins Brod geknetet wird. Im Umschlag auf die Stirn ist er ein gutes Mittel gehen Kopfschmerzen und mit Irisöl als Injektion in die Nase gegen beginnenden Star. Mit Essig aufgelegt entfernt er Leberflecken und Aussatz, ebenso alte Ödeme und Verhärtungen; mit altem Harn eingeschmiert zieht er ringsum eingeschnittene Nägel heraus. Mit Essig und Kienholz gekocht als Mundspülwasser hilft er bei Zahnschmerzen. Ferner treibt er mit Wasser als Umschlag auf den Nabel die runden Würmer aus, hilft, fein gestoßen und in eine Binde gegeben, als Riechmittel denen, die an Schnupfen leiden und befördert, mehrere Tage getrunken, die Menstruation, den Harn und die Milchabsonderung. Mit Wein getrunken beruhigt er Atmungsbeschwerden; in der Gabe von 1 Drachme mit Wasser genommen hilft er bei Spinnenbissen. Zur Räucherung angezündet verscheucht er die Schlangen. Man sagt aber, daß er, im Übermaß genossen, töte."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)

"[I.46. - Schwarzkümmelöl] - Nigella sativa (Ranunculaceae)
Auch das Schwarzkümmelöl hat dieselbe Kraft und wird bereitet wie das Rettigöl."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)