"Saponine aus Gypsophila-Arten: Das auch als Saponium album bezeichnete Produkt gewinnt man aus den Wurzeln verschiedener Gypsophila-Arten durch Extraktion mit Wasser und Ausfällen, beispielsweise mit Alkohol. Hauptquellen sind die osteuropäische Gypsophila paniculata und die kleinasiatische G. arrosti (liefert die weiße oder levantinische Seifenwurzel).
Gypsophila-Saponin ist ein weißes, stark zum Niesen reizendes Pulver von bitter-kratzendem Geschmack; es ist in Wasser leicht, in 96%igem Ethanol schwer und in Ether nicht löslich. Die wässrige Lösung bildet noch in der Verdünnung 1:1000 nach dem Schütteln einen über längere Zeit beständigen Schaum.
Die medizinische Bedeutung des Gypsophila-Saponins ist gering. Es ist Bestandteil einer Reihe von Expektoranzien: Einzeldosis 1-2 mg für den Erwachsenen. Technisch wird Gypsophila-Saponin als "Schaumstoff" in Feuerlöschern sowie in Waschmitteln verwendet.
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)