Synonyme: Cicuta maculata, C. major, C. officinalis, Conium cicuta, C. maculosum, Coriandrum cicuta officinalis, C. maculatum, Selinum conium, Sium conium;
Bangenkraut, Blutschierling, Erdschierling, Fleckenschierling, Giftpetersilie, Krottenpetersilie, Mäuseschierling, Stinkender Schierling, Tollkerbel, Tollkraut, Vogeltod, Wütrich, Ziegendill

Historisches: Konion kommt als Bezeichnung eines giftigen Doldenblütengewächses in den Schriften von Theophrast, Dioskurides und Alexander Trallianus vor. Ob diese Pflanze mit der von Plinius genannten Cicuta übereinstimmt, ist nicht sicher. Die deutsche Benennung Schierling findet sich bereits bei Hildegard von Bingen. Die Droge wurde seit 1760 als Heilmittel in verschiedenen Arzneibüchern geführt. Im Altertum wurde frischer Schierlingssaft, oft gemischt mit Opium, zur Vollstreckung von Todesurteilen (Schierlingsbecher des Sokrates, 399 v.Chr.) oder als Mord- und Selbstmordgift genutzt.

Drogen: 1. Conii herba (syn. Herba Conii, Herba Conii maculati, Herba Cicutae maioris, Herba Cicutae terrestris); Schierlingskraut (syn. Bangenkraut, Blutschierlingskraut, Fleckenschierlingskraut, Mäuseschierlingskraut, Tollkraut, Ziegenkraut), die getrockneten, im zweiten Jahr von Juni bis September gesammelten Blätter und blühenden Zweigspitzen. Die Droge ist sehr stark giftig!
Inhaltstoffe: Polyketid-Alkaloide ((S)-Coniin, N-Methylconiin vgl. Formel, γ-Conicein und Nebenalkaloide in Spuren), Polyine (u.a. Falcarinon, Falcarinolon), Furanocumarine (Bergapten, Xanthotoxin), Flavonoide (u.a. Diosmin, Luteolin).
2. Fructus Conii; Schierlingsfrüchte.
Inhaltstoffe: Alkaloide, ähnlich Herba Conii, unreife Früchte ca. 2 %, reife Früchte ca. 0,43 %.