"Selbst der auch bei uns allbekannte giftige Erdschierling, Conium maculatum L., welchen Sibthorp häufig um Athen wild wachsen sah, befand sich schon in den Händen der Priester des Aesculap ; dem kranken Aristides wurde in dem Tempel des Gottes der Gebrauch dieses gefährlichen Mittels verordnet. Doch ist nicht angegeben , gegen welches Uebel.
Die atheniensischen Priester, zumal der oberste derselben oder der Hierophant bei der Feier der Eleusinien, waren gehalten, im ehelosen Stande zu leben; um diesem Gelübde desto sicherer nachkommen zu können, sollen sie Einreibungen von Schierlingssaft angewendet haben, eine Sache, von der man öfters in späteren Zeiten in den Schriften der Aerzte Angaben findet, wie denn unter andern Anton le Grand das Conium gegen Satyriasis zu brauchen anrieth."
(J.H.Dierbach: Flora Mythologica, 1833)