"Hemlock- oder Spruceöle: Man gewinnt sie durch Wasserdampfdestillation aus Nadeln und Zweigen der Schwarzfichte, Picea mariana oder der Schimmelfichte, P. glauca. Dementsprechend wird noch weiter differenziert in Schwarzfichten- und Weißfichtenöl. Der Estergehalt liegt ebenfalls hoch: 37-45%, berechnet als Bornylacetat.
Fichtennadelöle sind zunächst einmal wichtig für die kosmetische Industrie als Riechstoffe für Seifen, Badeessenzen und Raumluftverbesserer. In pharmazeutischen Kombinationspräparaten als Inhalationslösung, für Einreibungen in Salbenform, in alkoholischer Lösung als "Fichtennadelfranzbranntwein" und als "Balsam", d.i. eine Mischung ätherischer Öle mit geringen Zusätzen von meist Perubalsam."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)