"Gemeines Berufungskraut, Berufkraut, Besehreykraut, scharfes Flöhkraut, blaue Dürrwurz, blaues Greiskraut, Ruskraut.
Wächst in ganz Deutschland, so wie in allen Ländern Europens, auf trocknen, sonnigen Höhen. Blühet im Julius und August.
Man sammelt dieses Gewächs wenn es blühet und bewahrt es unter dem Nahmen Herba Conyzae auf. Es gehört zu den scharfen Mitteln, soll aber, wie Linne in seiner Flora Lapponica bemerkt, fast gar keine Schärfe enthalten, wenn es auf hohen Bergen gewachsen ist.
In ältern Zeiten hat man sich seiner in Brustkrankheiten bedient, so wie es auch wider das Sodbrennen angewendet worden ist. Jetzt fordert es nur noch der Landmann, der, nicht frey von Vorurtheilen, es wider die vermeynte Zauberey gebraucht."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Dritter Band. 1815.)