Verwendet werden die getrockneten, blühenden Triebspitzen mit Blättern, Blüten und Stängeln.

Traditionelle Anwendung:
Zubereitungen der Droge zeichnen sich insbes. durch entzündungshemmende (antiphlogistische) und krampflösende (spasmolytische) Wirkungen aus. Für die antiphlogistischen Eigenschaften kommt den terpenoiden Stoffen bes. Bedeutung zu, während für die spasmolytischen Effekte v.a. die Flavonoide verantwortlich sind. Die Indikationen entsprechen weitgehend denen der Kamille, d.h. die Hauptanwendungsgebiete sind Magen- und Darmbeschwerden, Appetitlosigkeit sowie Förderung der Gallensekretion. Äußerlich werden Auszüge der Droge in Form von Spülungen, Umschlägen und Bädern bei entzündlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen sowie als Wundheilmittel genutzt. Die Droge ist Bestandteil von Teepräparaten (Magen-Darm- und Leber-Gallentee) sowie von zahlreichen Phytopharmaka.

Homöopathie:
1. Achillea millefolium ferm 33d.
2. Achillea millefolium, das frische, blühende Kraut.
Anwendungsgebiet: Bei Blutungen und Krampfadern.
3. Achillea millefolium spag. Zimpel, das frische blühende Kraut der ganzen Pflanze.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Innerlich bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden wie leichte krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich; äußerlich in Form von Sitzbädern bei schmerzhaften Krampfzuständen psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau (Pelvipathia vegetativa).
ESCOP empfiehlt Schafgarbenkraut außerdem zur Behandlung leichter Haut- und Schleimhautentzündungen.
Unerwünschte Wirkungen: Allergische Wirkungen: Einige Achillea-Sippen enthalten alpha-Methylen-gamma-laktone, die allergische Reaktionen mit Ausschlägen, Bläschenbildung und Juckreiz hervorrufen können.

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 g fein geschnittenes Schafgarbenkraut mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Min. abseihen. 3- bis 4-mal täglich eine Tasse Schafgarbentee zwischen den Mahlzeiten trinken. Tagesdosis: 4,5 g.
Für Sitzbäder wird ein Aufguss von 100 g Schafgarbenkraut auf 1 bis 2 L Wasser zubereitet, der nach 20-minütigem Ziehen dem Badewasser zugegeben wird.