"[IV.36. - Garbe] - Achillea spec. (Compositae) - Garbe
Achilleios - Einige nennen den Achilleios auch Sideritis [Andere Myriomorphos, Chiliophyllon, Stratiotikon, Herakleion, die Römer Supercilium Veneris, auch Acrum silvaticum, Militaris oder Millefolium, die Afrikaner Aster Choiloth]. Er treibt spannenlange oder auch höhere spindelartige Zweige und an diesen zarte Blättchen mit häufig schiefen Einschnitten wie beim Koriander, welche etwas bitter, klebrig sind und einen starken, nicht unangenehmen, dabei arzneikräftigen Geruch haben. Der Blüthenschirm an der Spitze ist rund, die Blüthe weiss, dunkelroth oder auch goldiggelb. Er wächst in Gegenden mit gutem Boden. Sein (des Blüthenschirmes) Obertheil, fein gestossen, verklebt blutige Wunden und hält Entzündung ab und stillt Blutungen, solche aus der Gebärmutter, wenn er im Zäpfchen eingelegt wird. Auch die Abkochung desselben ist als Sitzbad heilsam für solche (Frauen), die am Fluss leiden; sie wird auch gegen Dysenterie getrunken."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)

"[IV.101. - Tausendblätteriger Stratiotes] - Achilleae millefolium (Compositae) - Schafgarbe
Der Stratiotes chiliophyllos ist ein ganz kleiner Strauch, eine Spanne hoch und höher, mit Blättern ähnlich den Federn eines jungen Vogels. Die Ansätze n den Blättern sind sehr kurz, eingeschnitten, in ihrer Kürze, sowie der Unebenheit gleichen die Blätter am meisten dem wilden Mutterkümmel. Die Dolde ist aber dichter und voller als bei diesem; denn er hat an der Spitze kleine Stengel, an denen die Dolden sitzen wie beim Dill. Die Blüthen sind weiss, klein. Er wächst meist auf dürren Aeckern und an Wegen. Auch diese Pflanze ist sehr gut gegen Blutflüsse, gegen alte und frische Wunden und Fisteln."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)

"Der Stratiotes chiliophyllos ist ein ganz kleiner Strauch, eine Spanne hoch und höher, mit Blättern ähnlich den Federn eines jungen Vogels. Die Ansätze n den Blättern sind sehr kurz, eingeschnitten, in ihrer Kürze, sowie der Unebenheit gleichen die Blätter am meisten dem wilden Mutterkümmel. Die Dolde ist aber dichter und voller als bei diesem; denn er hat an der Spitze kleine Stengel, an denen die Dolden sitzen wie beim Dill. Die Blüthen sind weiss, klein. Er wächst meist auf dürren Aeckern und an Wegen. Auch diese Pflanze ist sehr gut gegen Blutflüsse, gegen alte und frische Wunden und Fisteln."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)