"Der Sebestenen- oder schwarze Brustbeerenbaum [Cordia Myxa. L.] liefert schleimige, angenehm süßschmeckende Früchte , die auch sonst in teutschen Officinen unter dem Nahmen schwarze Brustbeeren aufbewahrt wurden. In Griechenland selbst wächst der Baum nicht, wohl aber in eiuigen Gegenden des wärmeren Asiens und in Aegypten, aus welchem letzteren Lande die Griechen die Pflanze erhielten. Der griechische Nähme soll von Perseus, König von Macedonien herrühren, der den Baum zuerst um Memphis, einer ägyptischen durch ihre Pyramiden berühmte Stadt angepflanzt habe. Mit Zweigen dieses Baums soll Alexander der Große, um auch damit zugleich seinen Urgroßvater zu ehren, gekrönt worden seyn. Lange kannten die Väter der neueren Botanik der Alten Persea nicht, und verwechselten sie mit mehren Pflanzen, wie z. B. Cäsalpin mit den Anacardien, bis endlich Prosper Alpini die Sache erläuterte . In den hippokratischen Schriften werden blos die Blätter des Baums genannt, und diese zum äußerlichen Gebrauche bei Weiberhrankheiten vorgeschrieben."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)