"Die Alten kannten und brauchten mehrere Arten von Beifus. Da aber die Hippokratiker den ihrigen als ein specifisch auf die Gebärmutter wirkendes Mittel anwendeten , so werden wir uns auf diejenigen Arten einschränken müssen, denen man dergleichen Kräfte zuschrieb. Dioscorides legt dieselben drei Arten bei, die er in einem Kapitel zusammen fasst .
Von der ersten sagt er, sie wachse am Meere, sey strauchartig, dem Wermuth ähnlich, aber die Blätter größer und fetter. Diese bezog man auf Artemisia arborescens L. welche Sibthorp häufig in Griechenland an den Meeresufern fand.
Die Hippohratiker gaben die Artemisia als ein Hauptmittel um den Abgang der zurückgebliebenen Nachgeburt zu befördern . Um die Menstruation hervorzubringen , brachte man sie in Mutterkränzen bei und gebrauchte den Saamen sowohl als die Blätter zum Beräuchern."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)