Ampfer m [von althochdeutsch ampfaro, ampfara = Sauerampfer], Rumex, Gattung der Knöterichartigen, mit etwa 200 Arten vorwiegend in den gemäßigten Zonen verbreitet; etwa 20 Arten kommen in Deutschland vor. Innerhalb der Familie Knöterichgewächse (Polygonaceae) lassen sich die Ampfer-Arten eindeutig durch die Blütenformel P 3+3 A 6+3° G3), die häufig nach der Blüte als sog. Valven verdickten oder vergrößerten inneren Perigonblätter, die pinselförmige Narbe und die dreikantige Nuß ansprechen.
Sehr häufig ist in Deutschland der Sauer-Ampfer oder Wiesen-Ampfer (Rumex acetosa), eine circumpolar verbreitete Art – an seinen lockeren, rötlichen Blütenständen und den pfeilförmigen Stengelblättern gut zu erkennen. Er ist eine typische Pflanze der frischen, nährstoffreichen Wiesen, kommt aber auch an Ufern oder Wegen vor (Charakterart der Klasse Molinio-Arrhenatheretea). Der Sauer-Ampfer gilt als Stickstoffzeiger (Bodenzeiger).
Im zeitigen Frühjahr wird er teilweise als Wildsalat gesammelt; wegen seines hohen Oxalatgehalts (der Genuß größerer Mengen in frischem Zustand führt beim Vieh zu Erbrechen und Durchfall) wird er von den Tieren kaum gefressen und kann nur als mäßige Futterpflanze gelten.