"Faba, Bohne.
Das Mehl von der Sau-, Pferde- oder Ackerbohne (Farina fabarum, von Phaseolus vulgaris, nanus et sativa Linn.) ist ein beliebtes Hausmittel zu warmen Umschlägen, trocken angewandt, aufgestreut oder in Kräutersäckchen aufgelegt, gegen Rotlauf und rheumatische Gliederschmerzen, z. B. mit Flieder- und Kamillenblumen vermischt.
Ein sehr gutes Handseifenpulver ist folgendes: Nimm: weiße venetianische Seife, ein Lot, feines Bohnenmehl, drei Lot, Florentinische Veilchenwurzel und trocknes kohlensaures Natrum, von jedem ein halbes Lot, ital. Zitronenöl, sechs Tropfen.
Ein Göttinger Volksmittel gegen Wassersucht ist der Feldbohnenkaffee."
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)

"Saubohnenblumen. Flores Fabarum.
Die frische Bohnenblüte, so wie auch die Blüten des Schlehdorns (Flores Acaciae, von Prunus spinosa L.), werden im Frühling als ein blutreinigendes, harntreibendes, gelinde purgierendes Hausmittel vom Landvolk oft in solchen Fällen mit Nutzen gebraucht, wo der vornehme Mann nach Karlsbad, Eger, Ems, Obersalzbrunn reiset und dort einer teuren Brunnen- und Badekur sich unterziehet. Man nimmt von den Schlehdorn- und Bohnenblüten eine kleine Handvoll, übergießt sie mit einem halben Maß kochendem Wasser und trinkt diese Portion Morgens früh kalt, setzt die Kur auch acht bis vierzehn Tage lang täglich fort."
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)