Vicia faba
"Es giebt von der Vicia faba mehrere Varitäten, die durcz höhern oder niedern Stengel, stielrunden oder zusammengesetzten, schwarzen oder grünen Hülsen größern oder kleinern, rundlichen oder mehr zu oder zusammengedrückten Samen voneinander abweichen. ...
Die Kronenblätter der Vicia faba, die in frischem Zustande einen angenehmen Geruch besitzen, den sie aber beim Trocknen verlieren, kamen ehemals unter dem Namen Flores tabarum im Arzneyvorrath vor. Das aus den Blumen destillierte Wasser hielt man für ein Schönheitsmittel und das von den Hülsen für harntreibend. ... Die Alten rechneten das Mehl der Samen, welches zu erweichenden Umschlagen dient, zu den vier zertheilenden Mehlen, Farinae quatuor resolventes, jetzt sind diese Samen nur noch als Nahrungsmittel zu betrachten. Sie geben, solange sie noch jung sind, eine gute Speise."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)