"Faba. (Vicia Faba.) Die Bohne ist warm, eine gute
Speise für gesunde und kräftige Menschen, sie übertrifft die Erbse.
Auch für die Schwachen ist die Bohne nicht gerade schädlich, weil
sie nicht so viel Schleim erzeugt; das Bohnenmehl ist für Gesunde
und Kranke gut, weil leicht verdaulich. Gegen Krankheiten der
Eingeweide koche man Bohnen in Wasser, setze der Colatur etwas
Fett oder Oel zu und lasse diesen Trank "soff" öfters nehmen. - Die
Strassburger Ausgabe von Schott hat unter Cap. 9. noch Vichbona,
worunter wahrscheinlich die Futterbohne, möglicherweise auch die
Wicke verstanden wird. Sie ist kalt. Gegen Eingeweideleiden soll
ein Gericht aus Vichbohnenmehl mit etwas gepulvertem Brot, Fenchel
oder Liebstöckelsaft und Wasser gekocht und öfters warm gereicht
werden.”
(Hildegard von Bingen: Physica (Liber simplicis medicinae), 1150 - 1160)