"Sand-Segge, Sandriedgras, kriechendes Sandried, Eiserpathen.
Wachst in mehreren Gegenden Deutschlands und den mehresten der übrigen Ländern Europens
an sandigen Orten, vorzüglich im Flugsande.
Blühet im May.
Die Wurzeln dieses Gewächses, Radices Caricis arenariae s. graminis majores s. graminis
rubri, sammelt man am besten im Frühjahre, wenn die Blätter über die Erde hervortreten.
Sie sind im frischen Zuslande von fast therpen unartigem Geruch und schwachem, süßlich-balsamischem
Geschmack. Sie sind reizender als die Sarsaparille und wirken auch mehr auf die Ausdünstung und
Harnabsonderung. Schon Gleditsch hat sie daher nicht mit Unrecht statt der Sarsaparille bey
Hautausschlägen und venerischen Übeln empfohlen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Fünfter Band. 1855.)