Verwendet werden die getrockneten Blätter (Salviae folium – Salbeiblätter; Salviae trilobae folium – Dreilappiger Salbei) mit ihrem typischen Salbeigeruch und das daraus gewonnene ätherische Öl.

Traditionelle Anwendung:
Salbeiblätter helfen in Zubereitungen (Tinktur, Extrakt oder Aufguß) bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Zahnfleischentzündungen sowie innerlich bei dyspeptischen Beschwerden sowie bei übermäßiger Schweißsekretion. Bestandteil zahlreicher Arzneifertigpräparate.
Das Öl wird innerlich in Zubereitungen bei dyspeptischen Beschwerden sowie erhöhter Schweißsekretion verabreicht, äußerlich bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. In der Kosmetik als Aromatikum, ebenso in niedriger Konzentration für einige Lebensmittel und Getränke.

Homöopathie:
Salvia officinalis HAB 1 Salbei, die frischen Blätter.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems, Störung der Schweisssekretion.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Salbeiblätter: innerlich bei vermehrter Schweißsekretion; äußerlich bei Entzündungen der Mund- und Rachen­schleimhaut, bei Zahnfleisch­entzündungen.
Dreilappiger Salbei: bei Entzündungen und Infektionen in Mund und Hals, wie Zahnfleisch­entzündung, Mund- und Rachen­schleimhaut­entzündung; außerdem bei Verdauungs­beschwerden (dyspeptische Beschwerden).
ESCOP
Unerwünschte Wirkungen: Während der Schwangerschaft soll das reine Öl nicht eingenommen werden.

Bereitung eines Teeaufgusses:
3 g fein geschnittene Salbeiblätter bzw. Dreilappiger Salbei mit 150 mL kochendem Wasser übergießen und 10 min ziehen lassen und abseihen. Als Gurgellösung warm anwenden, zum Einnehmen bei Nachtschweiß kalt trinken. Gegen Magen-Darm-Beschwerden 2 g Droge mit 150 mL kochendem Wasser übergießen und nach 5 Min. abseihen.
Tagesdosis 4 bis 6 g Salbeiblätter.