Salbei m oder w, Salvia, vor allem in den Tropen und Subtropen, aber auch im Mittelmeerraum heimische Gattung der Lippenblütler mit ca. 900 Arten. Ein- oder mehrjährige, oft aromatisch duftende Kräuter oder (Halb-)Sträucher mit sehr unterschiedlich gestalteten Blättern sowie zum Teil recht großen, röhrenförmigen Blüten mit meist stark gewölbter (helmförmiger) Ober- und großer, 3lappiger Unterlippe. Die Blütenstände (Scheinähren oder -trauben) setzen sich aus wenig- bis vielblütigen Scheinquirlen zusammen.
Bekannteste in Mitteleuropa vorkommende Arten sind der meist dunkelviolettblau blühende Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) mit lanzettlichen, etwas runzeligen Blättern (u.a. in Kalkmagerrasen, Halbtrockenrasen oder Fettwiesen) sowie der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa) mit großen gelben Blüten und oben stark klebrigem Stengel (in krautreichen Berg-, Schlucht- und Auewäldern).
Der vielfach in Gärten anzutreffende, hellviolett blühende Garten-Salbei oder Echte Salbei, Salvia officinalis, mit graufilzigen, länglich-eiförmigen Blättern stammt aus dem Mittelmeergebiet, wo er schon in der Antike als Gewürz- und Arzneipflanze kultiviert wurde. Die würzig-bitter schmeckenden, häufig zum Würzen von Fleisch (Wild) benutzten Blätter enthalten neben Gerb- und Bitterstoffen reichlich etherisches Öl (Salbeiöl). Medizinisch genutzt werden vor allem die leicht bakterizide sowie adstringierende und daher entzündungshemmende Wirkung des Salbeis (Spülungen mit Salbeitee gegen Erkrankungen des Mund- und Rachenraums); zudem gilt Salbei als schweißhemmend und krampflösend.