"[III.35. - Salbei] - Salvia spec. - Salbei
Das Elelissphakon - Einige nennen es Elaphoboskon, Andere Kiosmin,
Phagnon, Bekion, die Aegypter Apusi, die Römer Salvia, Andere Kosalon -
ist ein langer vielästiger Strauch mit vierkantigen weisslichen Zweigen. Die
Blätter gleichen denen der Quitte, sind jedoch länger, rauher und dicker,
dunkelgerunzelt wie aufgekratzte Zeuge, weisslich, sehr wohlriechend, aber
bockartig. An der Spitze der Zweige hat es eine Frucht wie die des wilden
Horminon. Es wächst aber an rauhen Stellen. Die Abkochung der Blätter
und Zweige als Trank hat die Kraft, den Urin zu treiben, die Katamenien
und den Embryo hervorzuziehen und die Wunden des Stechrochen zu heilen.
Es färbt auch das Haar schwarz, ist ein Wund- und blutstillendes Mittel und
reinigt böse Geschwüre. Die mit Wein hergestellte Abkochung der Blätter
und Zweige als Bähmittel beruhigt das Jucken an den Geschlechtstheilen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[V.71. - Salbeiwein]
Der Salbeiwein wird auf gleiche Art bereitet. 8 Unzen Salbei lege in 1 Krug, d.i. 1 Keramion Most. Er ist von guter Wirkung bei Nieren-, Blasenund Seitenschmerzen, gegen Blutauswurf, Husten, innere Rupturen, Krämpfe, Quetschungen und zurückgebliebene Menstruation."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)