"[II.149 - Bete] - Beta vulgaris (Cruciferae) - Rothe Bete
Die Bete [die große, bei den Römern Beta silvatieal kommt in zwei Arten vor, von denen die schwarze den Leib mehr stellt (hart macht), wenn sie mit Linsen gekocht wird, stärker nach die Wurzel. Die weiße ist gut für den Bauch; beide haben schlechten Saft wegen ihres Natrongehaltes. Deshalb reinigt ihr Saft den Kopf, wenn er mit Honig in die Nase injiziert wird, hilft auch bei Ohrenschmerzen. Die Abkochung der Wurzeln und Blätter vertreibt Schorf und Nisse, heilt als Bähung auch Frostbeulen. Mit den rohen Blättern muss man die weißen Flecken, nachdem sie vorher mit Natron behandelt sind, bestreichen, ebenso die kahlen Stellen, nachdem sie zerkratzt sind und die fressenden Geschwüre. Gekocht heilen sie Hautausschlag, Feuerbrandwunden und roseartige Entzündungen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)