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"[IV.142. - Rauher Smilax] - Smilax aspera (Smilaceae) - Rauher Smilax
Der rauhe Smilax [Einige nennen ihn Epakitis, Andere Lykanthemon, Kynosbaton, Aniketon, Heliophyton, Anatolikon, Dytion, Helide, die Aegypter Lyïsthe, die Römer Mergina, die Thusker Radia] hat dem etrurischen Geissblatt ähnliche Blätter und viele zarte stachelige Schüsse wie der Judendorn oder der Brombeerstrauch. Er windet sich, gleichwie auf- und abwärts Nahrung suchend, um die Bäume und trägt eine traubenartige Frucht wie eine kleine geringwerthige Weintraube, welche bei der Reife roth ist und gelinde beissenden Geischmack hat. Die Wurzel ist hart, dick. Er wächst an sumpfigen und rauhen Stellen. Seine Blätter und Frucht sind ein Gegenmittel gegen tödtliche Gifte, wenn sie vorher oder nachher genommen werden. Es wird erzählt, dass, wenn man etwas davon zerreibt und einem Neugeborenen zu trinken gibt, es von keinem verderblichen Mittel Schaden zu erleiden haben wird. Er wird auch unter die Gegenmittel gegen die Gifte geschnitten."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)