Verwendet werden die getrockneten Blätter und Blüten sowie das aus den Stängeln gewonnene Rosmarinöl.

Traditionelle Anwendung:
Rosmarinblääter und -blüten helfen innerlich bei dyspeptischen Beschwerden, äußerlich zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen sowie bei Kreislaufbeschwerden, als Zusatz zu medizinischen Bädern.
Rosmarinöl findet meist äußerlich Anwendung zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen, oft in Bädern oder als Einreibung, auch bei Kreislaufbeschwerden, zur Förderung der Hautdurchblutung sowie bei Quetschungen und Verstauchungen.

Homöopathie:
1. Rosmarinus officinalis HAB 1; Rosmarin, die getrockneten Blätter.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems und der weiblichen Geschlechtsorgane.
2. Rosmarinus officinalis e foliis recentibus HAB 1; die frischen Blätter.
Anwendungsgebiet: in der anthroposophischen Therapierichtung.
3. Rosmarinus officinalis spag. Zimpel HAB 1; die frischen, zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile.
Anwendungsgebiet: in der spagyrischen Therapierichtung bei Magen-Darm-Beschwerden, Erkrankungen der Haut sowie der Nieren und ableitenden Harnwege.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): zur Verbesserung der Leber- und Gallefunktion sowie bei dyspeptischen Beschwerden; äußerlich zur unterstützenden Therapie rheumatischer Erkrankungen und bei Kreislaufbeschwerden sowie als leichtes Antiseptikum zur Förderung der Wundheilung.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 g fein geschnittene Rosmarinblätter mit kochendem Wasser übergießen und 15 min ziehen lassen und abseihen.
Mittlere Tagesdosis 4 bis 6 g Rosmarinblätter.
Als Badezusatz 50 g Rosmarinblätter mit 1 L Wasser versetzen und den Ansatz kurz aufkochen. Nach 15 bis 30 Min. den Ansatz durch ein Sieb geben und die Extraktflüssigkeit dem Badewasser zufügen. 2 mal wöchentlich als Vollbad.