"Rosmarinöl: ist das aus den Blättern und blütentragenden Spitzen von Rosmarinus officinalis durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl. Es handelt sich um eine nahezu farblose oder schwach gelb gefärbte Flüssigleit mit einer angenehm frischen balsamisch-krautig-holzigen Geruchsnote; der Geschmack ist warm, kampferartig und leicht bitter.
Die Zusammensetzung schwankt je nach Provenienz, Pinen, Eukalyptol, Kampfer und Borneol sind die mengenmäßig dominierenden Komponenten. Die angenehme Geruchsnote hängt an den in großer Zahl vorkommenden Nebenstoffen. Zu den Spurenstoffen, welche den Geruch stark beeinflussen, gehört das Verbenon. In Ölen spanischer und tunesischer Herkunft kann Verbenon in ziemlich hoher Konzentration vorkommen.
Rosmarinöl wird in Form von Badesalzen, Badeölen, Linimenten, Gelen und Salben verwendet. In der kosmetischen Industrie für Lavendelwasser, Kölnisch Wasser und als Seifenparfüm. Ob Rosmarinöl in diesen Zubereitungen hautreizend wirkt, ist strittig."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)