Rosmarin m, Rosmarinus, im Mittelmeergebiet heimische Gattung der Lippenblütler mit der einzigen Art Rosmarinus officinalis, Echter Rosmarin. Für die trockene Macchie charakteristischer, immergrüner, dicht verzweigter Halbstrauch mit ledrigen, länglich-lanzettlichen, unterseits graufilzig behaarten und am Rande eingerollten Blättern sowie meist bläulich-violetten Blüten in kurzen, blattachselständigen Scheintrauben.
Der stark aromatisch duftende, etherisches Öl (Rosmarinöl), Harze, Gerb- und Bitterstoffe, Flavone und Saponine enthaltende Rosmarin wurde schon von den Griechen und Römern als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt und diente darüber hinaus kultischen Zwecken (u.a. Ersatz für Weihrauch). Nach Mitteleuropa gelangte die frostempfindliche Pflanze erst im späten Mittelalter.
Rosmarin ist ein beliebtes, vor allem zu gebratenem Fleisch und Fisch, Marinaden und Eintöpfen verwendetes Küchengewürz (Bestandteil der „Herbes de Provence“) und wird vereinzelt auch als Zierpflanze gezogen. In der Volksheilkunde findet der in größeren Mengen giftige Rosmarin sowohl äußerliche (Badeextrakt, Mittel zum Einreiben) als auch innerliche Anwendung (z.B. Tee).