Verwendet werden die Blüten und das zur Blütezeit gesammelte Kraut.

Traditionelle Anwendung:
Die Blüten wirken äußerlich bei schlecht heilenden Wunden, Ulcus cruris, bei vergrößerten und entzündeten Lymphknoten, bei Atheromen sowie akuten und chronischen Hautentzündungen; innerlich zur lokalen Behandlung von Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, bei Magen- und Darmulcera, als Emmenagogum sowie bei Dysmenorrhoe. In der Volkheilkunde darüber hinaus bei allen entzündlichen Vorgängen, zur Hautpflege, bei Fieber, Krämpfen und als Wurmmittel.
Ringelblumenkraut wird in der Volksheilkunde als Choleretikum, äußerlich zur Wundbehandlung und bei Flechten sowie als Gurgelwasser eingesetzt. Auch bei Angina, hohem Blutdruck, Husten, Krämpfen und unregelmäßiger Menses wird die Droge traditionell verwendet.

Homöopathie:
1. Calendula officinalis HAB1, die frischen, zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile.
Anwendungsgebiet: Hauteiterungen, schlecht heilende Wunden, Quetsch-, Riß- und Defektwunden, Erfrierungen und Verbrennungen der Haut.
2. Calendula officinalis spag. Zimpel HAB1, die ganze, frische, blühende Pflanze.
Anwendungsgebiet: in der spagyrischen Therapierichtung bei Hauterkrankungen und Verletzungsfolgen.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Äußerlich bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut und bei Wunden mit schlechter Heilungstendenz.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
1 – 2 g Ringelblumenblüten mit 150 mL heißem Wasser übergießen, 5 – 10 Min. ziehen lassen und abseihen.
Mehrmals täglich mit einem frisch bereiteten Aufguss aus Ringelblumenblüten den Hautbezirk abtupfen oder warm zur Mundspülung und zum Gurgeln verwenden.