Ringelblume, Calendula, überwiegend im Mittelmeergebiet und in Vorderasien heimische Gattung der Korbblütler mit ca. 20 Arten. Oft drüsig-klebrige, aromatisch duftende 1jährige Kräuter oder Stauden mit ungeteilten Blättern und einzeln stehenden, zum Teil recht großen gelben oder orangen Blütenköpfen aus röhrigen Scheiben- und zungenförmigen Strahlenblüten. Die Früchte sind sichelförmig gekrümmt, außen knotig bis dornig strukturiert und oft geflügelt.
In Mitteleuropa anzutreffen sind lediglich die 1jährige, in Deutschland im Bestand stark gefährdete Acker-Ringelblume, Calendula arvensis (in den Unkrautfluren von Weinbergen und Hackäckern wintermilder Gebiete), und die ebenfalls 1jährige Garten-Ringelblume, Calendula officinalis (selten verwildert). Letztere besitzt bis zu 10 cm breite, gelb- bis rötlich-orangefarbene, zum Teil auch gefüllte (nur aus Zungenblüten bestehende) Blütenköpfe und ist eine alte, in vielerlei Sorten gezogene Zier- und Kulturpflanze. Ihre reichlich Carotinoide, Xanthophylle und Flavonoide sowie etherisches Öl (Calendulaöl), Saponine, Glykoside, Bitterstoff (Calendulin), Schleim usw. enthaltenden Blüten wurden sowohl zum Färben von Butter und Käse als auch zu Heilzwecken (Wundheilung) verwendet.