"[Calendula arvensis] Das Klymenon [Einige nennen es Kalykanthemon, Andere Periklymenon,
Heliophyes, Hepatitis, Smilax, Anatolikon, Dytikon, Mergine, die Römer
Volucrum auch Volucrum majus, die Aegypter Oxivi, noch Andere Klymenion, auch Agonon] treibt einen vierkantigen, dem der Boline ähnlichen
Stengel, die Blätter ähneln denen des Wegerichs. Am Stengel hat es einander zunickende Troddeln, welche [einem Kreisbogen gleichen] und den
Fangfüssen des Polypen. Das beste ist das bergige. Die ganze Pflanze
sammt der Wurzel wird zu Saft verarbeitet. Der Saft wird gegen Blutauswurf getrunken, gegen Magenleiden und rothen Fluss, weil er adstringirend und kühlend ist. Er stillt auch das Nasenbluten. Die fein
gestossenen Blätter als Umschlag auf frische Wunden gelegt wirken
heilend bis zur Narbenbildung."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)