"[III.81. - Steckenkraut] - Ferula communis (Umbelliferae) - Gemeines Steckenkraut
Narthex [bei den Römern Ferula]; das Mark der grünen, Pflanze hilft getrunken gegen Blutspeien und Magenleiden, auch wird es mit Wein gegen Vipernbisse gegeben, und wie Lampendocht eingelegt stillt es Nasenbluten. Die Samen besänftigen, getrunken, Leibschneiden und rufen, mit Öl eingesalbt, Schweiß hervor. Der Genuß der Stengel bewirkt Kopfschmerzen; sie werden auch mit Salzbrühe eingemacht. Der treibt also oft einen drei Ellen langen Stengel mit fenchelähnlichen, aber viel dickeren und größeren Blättern; aus ihm wird auch das Sagapen gewonnen, indem er über der Wurzel angeschlagen wird."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)

"[V.72. - Panaxwein]
Wein aus breitblättrigen Steckenkraut. 1 Unze Steckenkraut gib zu 1 Chus Most und giesse in gleicher Weise ab. Er hat gute Wirkung bei Krämpfen, inneren Rupturen, Quetschungen und Orthopnöe, verdünnt den dicken Saft der Leber, hilft ferner bei Leibschneiden, Ischiasschmeren und langsamer Verdauung; er befördert die Menstruittion und treibt den Embryo aus.Auch ist er ein gutes Mittel bei Wassersucht und gegen Bisse giftiger Thiere."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)