"Ovalblättriger Fieberrindenbaum.
Wächst in Südamerica unter dem dritten bis sechsten Grade nördlicher Breite in St. Fe, 700
bis 1400 Klafter über der Meeresfläche.
Von der Cinchona ovalifolia wird die weiße Fieberrinde, Cortex Chinae albus, hergenommen, die
bey uns aber nicht in dem Handel vorkommt.
Die von Humboldt mitgebrachte Rinde ist in der schon gedachten Sammlung bezeichnet: Quina
blanc de St. Fe. Es sind Stücke von einer bis zwey Linien dick, leicht zerbrechlich, ungerollt, kaum etwas
gebogen, über einen bis fast anderthalb Zoll breit. Die äußere Fläche ist von der eigentlichen Rindensubstanz
völlig entblößt, ziemlich eben, aber nicht glatt, sondern rauh, fast chagrinartig, von fast rostbrauner Farbe, die
stellenweis bald ins Ockergelbe, bald ins schmutzige Kastanienbraun sich zieht. Die innere Fläche der Länge
nach kurz und dicht gestriemt, leuchtend, kastanienbraun, bey einigen Stücken in ein schmutziges Ockergelb
übergehend. Der Bruch gleichsam körnig, rostbraun-ockergelb mit birkenweißen Körnern, nach der äußern
Fläche hin mehr ins Rostbraune fallend; im Längsbruche deutlich Schichten — vier bis sechs — zeigend.
Der Geschmack ziemlich bitter, wenig zusammenziehend. — Flüchtig betrachtet, hat sie einige Ähnlichkeit mit
unsrer Buchenrinde."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)
"Rosenrothblüthiger Fieberrindenbaum.
Wächst in Südamerica in den untersten Wäldern der Anden in Peru.
Blühet im Julius und August.
Die Frauen der Indianer schmücken mit den Blumen der Cinchona rosea ihre Tempel und Götzenbilder."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)