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"[II.169. - Rauke] - Eruca sativa (Ericaceae) - Rauke, Rokke
Die Rauke [bei den Römern Eruca, bei den Ägyptern Ethrekike, bei den Afrikanern Asurik] wird diese roh viel gegessen, so reizt sie zum Beischlaf, auch ihr Same bewirkt dasselbe; er treibt den Harn, befördert die Verdauung und ist gut für den Bauch. Man gebraucht seinen Samen auch zum Würzen der Zukost. Er wird auch zurückgelegt, um ihn längere Zeit aufzubewahren, indem sie Essig oder Milch zukneten und Pastillen daraus formen. Es gibt aber auch eine wilde Rauke, vorzüglich im westlichen Iberien, von der die dortigen Bewohner den Samen statt Senf verwenden; sie ist stärker harntreibend und viel schärfer als die gebaute Rauke."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)