"Ratanhiawurzel: Die Droge stammt von Krameria triandra, einem auf den Abhängen der Kordilleren in Peru wachsenden kleinen Strauch. Sie besteht aus einer faustdicken Hauptwurzel und den mehrere Meter langen, fingerdicken Nebenwurzeln.
Ratanhiawurzel ist braunrot und hinterlässt über Papier gerieben Farbspuren. Sie ist geruchlos und schmeckt stark zusammmenziehend, besonders die Rinde. Vorzugsweise als Tinktur dient die Droge zur Pinselung oder zum Einmassieren im Mund- und Rachenraum bei Zahnfleischentzündungen, Zungenrhagaden und Stomatitis, mit Wasser verdünnt auch zum Gurgeln."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)