Synonyme: Cydonia communis, C. cydonis, C. lusitanica, C. maliformis, C. sumboshia, C. vulgaris, Pyrus cydonia, Sorbus cydonia;
Quittenbaum
Historisches: Die Quitte war bei den Griechen und Römern sehr geschätzt und spielte wegen ihrer wohlschmeckenden Früchte bei den Schriftstellern der Antike eine Rolle. Durch das Capitulare Karls des Großen. Nördlich der Alpen verbreitet, war die Pflanze auch der Hildegard v. Bingen bekannt. Die medizinische Verwendung der schleimhaltigen Samen wurde erst durch die Araber in Europa bekannt.
Drogen: 1. Cydoniae fructus (syn. Fructus Cydoniae); Quittenfrüchte, die frische oder in Scheiben geschnittene getrocknete Frucht.
Inhaltstoffe: Kohlenhydrate (10 % Zucker komplexer Zusammensetzung, Pektine, Protopektin, Sorbit), org. Säuren, Vitamine (B1, B2, Niacin, C), äther. Öl (u.a. Terpenlactone wie (+)-trans-Marmelolacton und Derivate).
2. Cydoniae semen (syn. Semen Cydoniae); Quittenkerne (syn. Küttenkerne, Quittensamen, Schleimkörner), die reifen getrockneten Samen.
Inhaltstoffe: Schleimstoffe (ca. 20 %, u.a. aus Cellulose und Glucuronoxylan mit hohem Anteil an Uronsäuregruppen), Amygdalin (0,4-1,5 %), Gerbstoffe, Proteine, fettes Öl, Vitamin C.