Verwendet werden die getrockneten, blühenden oberirdischen Teile (Quendelkraut - Serpylli herba) mit ihrem würzigen Geruch und das in der Pflanze enthaltene ätherische Öl.

Traditionelle Anwendung:
Quendelkraut dient zur Behandlung von Katarrhen der Atemwege, oft als Bestandteil entsprechender Teemischungen, äußerlich für Bäder zur unterstützenden Behandlung von Bronchitiden. Volkstümlich innerlich auch bei Verdauungsbeschwerden und als Gewürz.
Quendelöl wird äußerlich zu Bädern beigefügt, sowohl bei Erkrankungen der Atmungsorgane als auch bei Hautleiden. Innerlich mitunter Bestandteil von Arzneifertigpräparaten, die bei Katarrhen der Luftwege als Expektorantien genutzt werden.

Homöopathie:
Thymus serpyllum (syn. Serpyllum) HAB 1; Quendel, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Bronchialerkrankungen.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Katarrhe der oberen Luftwege; als Badezusatz unterstützend bei akuten oder chronischen Erkrankungen der Atemwege.
ESCOP
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
1,5 bis 2 g fein geschnittener Quendel mit 150 mL heißem Wasser übergießen (nicht kochen!), 10 Min. ziehen lassen und abseihen.
Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Quendeltee warm trinken (auch in Mischungen mit anderen Drogen als Husten- und Bronchialtee). Tagesdosis 4 bis 6 g Droge.