"Thymus serpyllum
"Man sammelt von diesem kleinen Strauche die blühenden Zweige und bewahrt sie in dem Arzneyvorrath
unter dem Namen Herba Serpylli auf, und zwar wird hierzu die mit Citronengeruch
begabte Abändrung vor den übrigen vorgezogen. ... Durch die Destillation mit Wasser erhielt Baume
aus 30 Pfunden nur eine halbe Drachme ätherischen Öhls, ... Es ist von röthlich- gelber Farbe, von starkem Gerüche und diesem ähnlich -gewürzhaftem
Geschmacke. Wenn es längere Zeit aufbewahret wird, so schießen zuweilen Krystallen darin an,
welche man für Kampher gehalten hat.
Demnach gehört dieses Gewächs zu den ätherisch - öhligen Mitteln, und wird auch als solches
theils zu Kräuterkissen, theils zu Weinaufgüssen angewandt, so wie man auch den über dasselbe
abgezogenen Weingeist, Spiritus Serpylli, als äußerliches Mittel aufbewahrt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)