"Den Musen war endlich auch der allbekannte wohlriechende
Quendel, Thymus Serpyllum L., geweiht, und
seiner Zierlichkeit wegen zu Kränzen vielfältig benutzt.
Es ist eine niedliche Labiaie, die auch in Deutschland
an trockenen sonnigen Orten ungemein häufig wächst,
und auch als Gewürz zu Speisen ehedem gebraucht wurde,
jetzt aber durch ausländische Pflanzen ähnlicher Art ersetzt
wird.
Es gibt von diesem Quendel eine Varietät, die sich
durch ihren Citronengeruch auszeichnet (Thymus citratus
S.) und in südlicheren Gegenden weit häufiger vorkommt,
als in kälteren nördlichen ; sie mag es wohl vorzugsweise
gewesen seyn, deren sich die Alten als Kranzblume
bedienten."
(J.H.Dierbach: Flora Mythologica, 1833)