Quecke w [von althochdeutsch quec = lebendig], Agropyron, Gattung der Süßgräser mit ca. 40 Arten in den gemäßigten und kühlen Regionen. Ausdauernde, rhizombildende Ährengräser mit 3–6blütigen Ährchen. Ein überflutungsfester Wurzelkriechpionier auf offenen Böden und lästiges Ackerunkraut ist die formenreiche, meist in dichten Rasen auftretende, unterirdische Ausläufer bildende Kriechende Quecke (Agropyron repens). Sie besitzt bis 150 cm hohe Halme, deren Knoten Wurzeln treiben können, bewimperte, stengelumfassende Öhrchen an den Blattscheiden und 2zeilig angeordnete 5blütige Ährchen.
Ihre Rhizome, die neben reichlich Kohlenhydraten, Mineralsalzen und Vitaminen auch Schleimstoffe und Saponine enthalten, fanden früher als „Rhizoma Graminis“ in der Heilkunde Anwendung. Aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Hitze und Trockenheit bei gleichzeitig hohem Biomasseertrag auch unter schwierigen Standortsbedingungen gibt es Bestrebungen, die Quecke als Futterpflanze zu nutzen.
An den europäischen, nordafrikanischen und kleinasiatischen Küsten kommt die zur Dünenbefestigung wichtige Strand-Quecke (Agropyron junceum) vor. Bastarde verschiedener Quecken-Arten sind häufig.